Meine eigene Traumhochzeit

Und auf einmal steht man selbst vor dem Organisationschaos eine Hochzeit zu planen… Doch von vorne…. 

2017 habe ich meinen Mann kennengelernt -über Tinder ^^. Es hat einfach sofort BOOM gemacht und nach einem Jahr machte ich ihm einen Antrag… ja, ihr lest richtig. ICH habe meinem Mann einen Heiratsantrag gemacht.

Nach dem ich meinen Mann kennengelernt habe, war es ihm noch schneller klar, als mir… Bereits nach wenigen Wochen hat er mir offenbart, dass er sein Leben mit mir verbringen möchte… „AHHHHH….. was sagst du da??? Es läuft doch alles so gut?!“ … ich war ehrlicherweise – und VERSTÄNDLICHERWEISE – total überfordert. Es war in dem Moment auch kein Antrag an sich, sondern für ihn einfach eine „Mitteilung“ …. na toll… und jetzt? Muss ich jetzt Angst haben, dass er das jeden Tag ansprichst und mich ungewollt unter Druck setzt?  Ich bin doch so glücklich….. In meiner Panik habe ich gesagt: “ Ich mach dir den Antrag, wenn ich bereit bin“ … so war das Thema erstmal vom Tisch ^^…. aber ganz ehrlich…  bereits wenige Monate später, fing mein Kopf bereits an mit der Planung des Antrags. Wenn man den richtigen Partner gefunden hat, braucht man keine Jahre um sicher zu sein, man spürt es einfach! 

So plante ich zu unserem 1-Jähigen den Antrag – an dem Ort, wo unsere Geschichte angefangen hat. 2 Tage nach unserem Match auf Tinder haben wir uns nämlich in einem kleinen, schnuckeligen Cafe in Frankfurt getroffen „Amelies Wohnzimmer“ . Dort wussten natürlich alle Bescheid, wir hatten einen etwas separierten Bereich und ich war nervös des Todes!  Lange Geschichte kurz gefasst – er sagte natürlich Ja und es war ein magischer Moment mit vielen Tränen und Gefühlen <3 ! Noch am gleichen Tag haben wir unser „neues Glück“ mit Hilfe von Jessica  festgehalten. Ich danke dir dafür meine Liebe <3 ! 

Nun begannen die Vorbereitungen: Datum, Ort, Was ist uns wichtig etc. 

Die Hochzeit sollte am 2. Juli 2019 stattfinden. Uns war von Anfang an klar, dass wir eine ganz ganz kleine Gästeliste haben werden. So minimal, wie nur möglich. Also haben wir uns beide zusammen gesetzt und tatsächlich überdacht: „Ohne wen können und wollen wir nicht heiraten?“ Unsere Gästeliste beschränkte sich auf 10 Leute. Mamas, Stiefpapa, 2 Brüder, 2 Schwestern und 3 Freundinnen. Fertig! Ohne Partner, ohne Kinder. 

Versteht mich nicht falsch! Ich Liebe die Kinder von meinen Geschwistern, ich verstehe mich auch mit dem Rest meiner angeheirateten Geschwister oder Partner sehr gut! Aber… wir waren ganz ehrlich zu uns: Es ist eine andere Beziehung und Bindung, wie zu den Menschen, die wir letztendlich eingeladen haben.  

Auf den ersten Blick scheint das für viele befremdlich. Eine Einladung, die keine Partner beinhaltet? Nicht mal meine Kinder darf ich mitbringen? 

Meine Familie war zunächst auch etwas stutzig.. Sie kennen mich aber sehr gut, und haben sich einfach drauf eingelassen (wenn zunächst mit einem Augenrollen „Ach die Fynn… Sie ist halt ANDERS“) Aber… wie es dann am Ende kam… weiter unten zu lesen 😉 

Als zweite Prio fanden wir es wichtig, dass wir alle in einem Haus wohnen. Einen Abend vorher die Anreise, um den Alltag zu entfliehen! Am nächsten Morgen gemeinsames Frühstücken, Vorbereitungen, Getting Ready. Es war super entspannend, ohne Stress und Hektik. 

Die kleine Gästeliste und die Mietung von einem Landhaus mit großen Garten war unsere Priorität. (Naja… Hochzeitsfotografen waren da auch nicht unwichtig #leichtuntertrieben hahaha Danke an Irina & Chris für diese wundervollen Aufnahmen!) Alles weitere haben wir günstig, aber wunderschön dazu organisiert.

So habe ich mir meinen Blumenstrauß selbst gebunden, mich selbst geschminkt, meine Schwester hat mir meine Haare gemacht und Dekorationen und Essen natürlich auch ! Es war mega! Jeder hat angepackt und hat mitgeholfen – und doch kam kein Stress noch Hektik auf.  

Die Freie Trauung im Garten habe ich großteils selbst verfasst. Fast jeder hatte einen kleinen Part und so wurde die Trauung sehr intim und tränenreich. Mit wundervoller Musik von Hans Zimmer und tollen Orchesterversionen saßen die 10 Trauzeugen, wie ich sie gerne genannt habe, an unserer Seite und zelebrierten mit uns unsere Liebe. 

Nach der Trauung stärkten wir uns und genossen die Ruhe und den Frieden, den wir gemeinsam geschaffen hatten. Wir bereiten die letzten Dinge für das gemeinsame Essen vor und setzten uns alle an eine lange Tafel. Niemand musste aufstehen, für jeden gab es etwas. 

Wir zelebrierten und feierten die Liebe gemeinsam. 

Am Ende des Tages spürte jeder von uns diese wohlige Wärme im Herzen – wir hätten noch Tage gemeinsam verbringen können. 

Für meinen Mann Nico und mich gibt es keine schönere Art zu heiraten. Selbstbestimmt, ohne Stress und Hektik, ohne Normvorstellungen: Es geht um die Liebe! Und diese sollte im Mittelpunkt stehen. 

Noch Tage danach sagte mir meine Familie, wie sehr sie nun verstehen, warum ich es genau so gemacht habe. Warum ich mich auf einzig die Menschen beschränkt habe, die uns alles bedeuten. Ich war total gerührt, dass das Augenrollen zu einem „Genau richtig so!“ gewandelt wurde…. Anders sein, ist in meinem Fall wohl gar nicht so schlimm 😉 

Folge deinem Herzen… Tue genau das, was du möchtest, stehe dazu und dein Umfeld wird sehen und besonders spüren, dass es für Euch genau der richtige Weg ist.  Das möchte ich auch meinen Brautpaaren mitgeben… Seid wie ihr seid… denn ihr seid genau so richtig!